Wanderungen rund um Grindelwald


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Eiger Trail
Start: Eigergletscher
Anfahrt: Grindelwald / Jungfraubahn bis Station Eigergletscher
Dauer: ca. 2,5h
Länge: ca. 3km
Starthöhe: 2320m
Zielhöhe: 1616m
Höhendifferenz: 704m
Schwierigkeitsgrad: Anfänger
Ausrüstung: gutes Schuhwerk, wetterfeste Kleidung
Besonderheiten: stark frequentiert, unterhalb der Eiger-Nordwand, viele Blumen
Tips: am besten nachmittags begehen (bei Sonnenschein)
Beschreibung:

Mit der Jungfraubahn geht es zunächst bis auf 2320m hoch. An der Station Eigergletscher steigt man aus. Man sollte auf jeden Fall ein paar Minuten verweilen, um die Aussicht auf das Jungfraumassiv und den imposanten Eigergletscher mit seinen Moränen zu genießen. Auch der wunderschöne alte Bahnhof mit einer historischen Jungfraubahn lohnt einen Blick.
Von der Haltestelle folgt man zunächst den Hinweisschildern "Eiger Trail" Richtung Eigernordwand. Schon nach wenigen Metern befindet man sich genau unterhalb dieser imposanten Steilwand und kann mit ein wenig Glück ein paar Bergsteiger in der Wand beobachten. Ebenfalls sichtbar ist einer der Aussichtspunkte der Jungfraubahnen direkt in der Eigernordwand. Man folgt dem Weg über Wiesen und Geröllfelder stets bergab bis Alpiglen. Die Wiesen sind zur Sommerzeit mit zahlreichen, blühenden Alpenblumen übersäht.
Der Weg selbst stellt nicht allzu große Anforderungen an Schuhwerk und Wanderausrüstung. Er ist stets gut gesichert und erfordert keine Schwindelfreiheit. Allerdings sind schon einige Höhenmeter zu überwinden, die ungeübten Wanderern einiges abverlangen.

Alternativrouten:
a) Man kann die Wanderung auch bis ins Tal nach Grindelwald fortsetzen
b) Natürlich kann man die Wanderung auch in umgekehrter Richtung durchführen

Es bietet sich an, diese Wanderung nach einer Fahrt zum Aletschgletscher durchzuführen (z.B. früh morgens mit der ersten Jungfraubahn zu verbilligten Tarif hoch zum Jungfraujoch und gegen Mittag den Eiger Trail bei erhöhter Sonneneinstrahlung zu durchlaufen).


 

First - Bachalpsee - Faulhorn
Start: First
Anfahrt: Grindelwald / Firstbahnen bis First
Dauer: ca. 5h
Länge: ca. 9km
Starthöhe: 2167m
Zielhöhe: 2680m
Höhendifferenz: 513m
Schwierigkeitsgrad: Anfänger
Ausrüstung: gutes Schuhwerk, wetterfeste Kleidung
Besonderheiten: traumhafte Ausblicke, Murmeltiere
Tips: nur bei schönem Bergwetter durchführen, da Firstbahnen teuer
Beschreibung: Von Grindelwald geht es zunächst hoch bis zum First. Von dort gelangt man auf einer wenig anspruchsvollen Strecke mit kleinen Steigungen zunächst zum Bachalpsee. Am Bachalpsee lohnt eine Rast. Bei schönem Wetter kann man von hier das imposante Panorama des Jungfraumassivs bewundern, das sich je nach Standort im Wasser des Sees spiegelt.
Vom Bachalpsee steigt man auf ebenfalls gut ausgebauten Wegen in Serpentinen bis zum Faulhorn hoch. Je nach Jahreszeit kann es vorkommen, dass an manchen Stellen noch Schnee liegt.
Der Autor dieses Beitrags wurde im Juli 2001 selbst von einer nächtlichen Neuschneeauflage ab Höhe First überrascht. Auf dem Weg zum Faulhorn musste ein kleineres Schneefeld überquert werden.
Ein paar Meter oberhalb des Bachalpsees kann man mit ein wenig Glück Murmeltiere beobachten, die nicht allzu scheu sind.
Auf dem Faulhorn gibt es eine "Picknick Area" für Selbstversorger. Aber auch der gemütliche Innenraum mit netter Bewirtschaftung ist zu empfehlen.
Der Abstieg erfolgt auf dem gleichen Weg wie der Hinweg. Alternativ kann man aber vom Bachalpsee auch über die Bussalp nach Grindelwald absteigen.


 

Pfingstegg - Unterer Grindelwaldgletscher
Start: Pfingstegg
Anfahrt: Grindelwald
Dauer: ca. 3h
Länge: ca. 4km
Starthöhe: 1392m
Zielhöhe: 1650m
Höhendifferenz: 258m
Schwierigkeitsgrad: Anfänger
Ausrüstung: gutes Schuhwerk, wetterfeste Kleidung
Besonderheiten: einer der schönsten Gletscherblicke des Berner Oberlandes, seltene Pflanzen, preiswerte Gondelbahn
Tips: Rast bei Bäregg; zeitweise imposante Gletscherabbrüche sicht- und hörbar.
Beschreibung: Nach kurzer Bahnfahrt mit der Pfingsteggbahn geht es zunächst langsam ansteigend durch Wald und entlang mehrerer Wasserfälle oberhalb Grindelwalds in das Tal des Unteren Grindelwaldgletschers. Dabei kann es durchaus vorkommen, dass man ein wenig naß wird. Die Steigung des Weges nimmt nun etwas zu und man sollte einigermaßen schwindelfrei sein, auch wenn der Weg gut gesichert ist. Langsam nähert man sich dem imposanten Blick auf den Unteren Grindelwaldgletscher und die nicht weniger imposanten Fiescherhörner. Vorbei geht es an zahlreichen z.T. seltenen Pflanzen (u.a. auch Edelweis). Die Station Bäregg ist erst wenige Jahre alt und wurde nach Aufgabe der Alp Stieregg errichtet. Von hier hat man den freien Blick auf den Gletscher, der ständig in Bewegung ist und dies häufig durch ein lautes Donnern beim Abbruch von Eismassen kundtut. Immer wieder kam es in den vergangenen Jahren zu tiefgreifenden Veränderungen im Landschaftsbild am Unteren Grindelwaldgletscher. Im Sommer 2001 musste der Weg hinter der damals noch existenten Alp Stieregg aufgrund von Murenabgängen gesperrt werden. Inzwischen musste die Alp vollständig aufgegeben werden (nähere Informatione dazu siehe hier). Sie wurde kontrolliert niedergebrannt, da sie in die Schlucht zu stürzen drohte.
 

 

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© V. Schmanke 2001